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Darmstädter Signal: AWACS wird für Aufklärung von Bodenaktivitäten eingesetzt

Die Kritik an der Entscheidung zum Einsatz von AWACS in Afghanistan ist begründet, wenn darauf verwiesen wird, dass die Darstellung der Bundesregierung zum Einsatz stark verharmlosend ist. Natürlich leistet AWACS einen Beitrag zum Kampf gegen die Aufständischen.

Gerade vor diesem Hintergrund wäre es wünschenswert, wenn die Kritik von seriösen Akteuren stammen und inhaltlich kompetent vorgetragen würde. Wie wenig jedoch die Friedensbewegung zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit militärischen Fragen in der Lage ist, zeigt erneut der “Arbeitskreis Darmstädter Signal”. Dieser beansprucht für sich durchaus militärische Kompetenz und stellt sich selbst als soldatische Organisation dar. Die Kritik am AWACS-Einsatz ist jedoch hanebüchern:

Es geht den Verantwortlichen nicht primär um die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs, sondern vielmehr um die Überwachung der Bodenbewegungen der Taliban in einem sehr großen Überwachungsgebiet.

Technische und militärische Grundkenntnisse würden ausreichen um zu verstehen, dass AWACS dazu nicht in der Lage ist. Mit anderen Radarsystemen wie JSTARS könnte man zwar Bewegungen am Boden aufklären, könnte aber nicht unterscheiden, was sich da genau bewegt. Systeme für JSTARS wurden zur Aufklärung sowjetischer Panzerverbände entwickelt, was mit luftgestütztem Radar aus verschiedenen Gründen möglich ist. Afghanische Aufständische, die sich mit zivilen Verkehrsmitteln oder zu Fuß bewegen, kann man mit solchen Systemen jedoch nicht aufklären. Die luftgestützte Aufklärung in Afghanistan muß daher bildgebender Art sein: Photos und Videos, aufgenommen aus Flugzeugen wie dem Tornado oder durch Drohnen.

Der “Arbeitskreis Darmstädter Signal” hat sich erneut durch Inkompetenz blamiert. Respektable Politiker wie Winfried Nachtwei, der weiterhin im Förderkreis des AKDS aktiv ist, sollten sich überlegen, ob es ihrem Ruf dient, mit dieser Gruppierung identifiziert zu werden.

4 Responses to “Darmstädter Signal: AWACS wird für Aufklärung von Bodenaktivitäten eingesetzt”

  1. Sven Ortmann sagt:

    E-3 wurden in der Vergangenheit schon als fliegende Relaisstellen und fast als Feldherrenhügel eingesetzt.
    Es ist durchaus denkbar, dass die AWACS Einheiten auch bei der Lagebilderstellung für die Situation am Boden Bedeutung erlangen.

    Der zitierte Text ist allerdings extrem irreführend, er suggeriert tatsächlich einen Einsatz ähnlich dem Profil der E-8.

  2. SiPol sagt:

    @GB:
    Ich habe den Eindruck, dass die Bundeswehr Angst vor öffentlicher Kritik hat, sie gehe gegen “kritische Soldaten” (als solche bezeichnen sich die DSler ja) vor.

    Gegen den AKDS wären m.E. Aktionen hilfreich, wie sie zivilgesellschaftlich zur Erzeugung von Druck auf vermutete und tatsächliche Rechtsextremisten genutzt werden. Wenn die Bundeswehr nichts gegen die Leute unternehmen will, dann müssen die Soldaten eben selbst aktiv werden, natürlich nur mit legalen Mitteln.

    Unglücklicherweise hatte sich ein Hauptmann des KSK zu unüberlegten Worten hinreissen lassen, nachdem die Bundeswehr nicht gegen “Todesschwadron”-Vorwürfe aus Reihen des AKDS vorgegangen war. Das war der falsche Weg, und ein gewisser weinerlicher Stabsoffizier nutzte den Vorfall natürlich sofort aus, um sich gegenüber der Presse als Opfer darzustellen.

  3. GB sagt:

    Jeder Soldat der aktiv im AKDS ist, ist eine Schande für seine Uniform und seine Kameraden. Auf OLT Rose angesprochen erklärte der Inspekteur des Heeres vor 1000 Offizieren und Offizieranwärtern der HSU, dass Soldat Rose offensichtlich kein Interesse daran hat Soldat zu sein und das die Zitat “besten Köpfe” des Ministeriums daran arbeiten ihn aus dem Dienstverhältnis zu entfernen. Das war vor zwei Jahren. Ergo ist der Inspektuer entweder ein Lügner oder ein Papiertiger und die Herren Zivilisten machen im BMVg was sie wollen ( siehe auch Heron, etc. ).
    Wenn noch nicht einmal der Inspekteur des Heeres ein [...] Subjekt aus dem Dienst entfernen kann, ist es verständlich warum fähige Kameraden die BW nach 12 Jahren fluchtartig verlassen.

    [Anm. des Moderators: Die Charakterisierung OTL Roses ist zwar völlig richtig, aber rechtlich bedenklich. Bitte sehen Sie uns daher die leichte Kürzung Ihres Kommentars nach.]

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