Die aus Ägypten stammende Marwa Sherbini war vor einigen Tagen in Dresden von einem verhaltensgestörten russischen Migranten ermordet worden. Islamistische Kreise nutzten den Vorfall zur Mobilisierung gegen Deutschland.
Die in Ägypten begonnene islamistische Kampagne gegen Deutschland wird mit neuen Demonstrationen fortgesetzt. Träger der Kampagne ist offenbar die Muslimbruderschaft (MB). Die ägyptische Regierung reagiert wie in der Vergangenheit, indem sie versucht, der MB durch eigenes Engagement mit gleichen Botschaften den Wind aus den Segeln zu nehmen. Auch die iranische Regierung hat sich zur Mobilisierung antiwestlicher Stimmungen des Themas angenommen. Man erhofft sich offenbar, durch Nutzung antiwestlicher Feindbilder innenpolitische Legitimität als “Verteidiger des Islam” zu erzeugen.
In Deutschland ist der “Zentralrat der Muslime in Deutschland” (ZMD) Träger der Kampagne. Rund die Hälfte der Mitgliedsorganisationen des ZMD steht der MB nahe. Dessen Präsident Ayyub Ayyub Köhler versucht die Stimmung anzuheizen, indem er Deutschland pauschal der “Islamfeindlichkeit” bezichtigt. Dies ist angesichts der Tatsache, dass der Mörder keinerlei erkennbare Unterstützung oder Zustimmung in der Bevölkerung Deutschlands erhielt, eine böswillige Unterstellung, die eindeutige politische Absichten erkennen lässt.
Der ZMD offenbart durch sein Handeln einen problematischen Mangel an Loyalität gegenüber Deutschland. Er erschwert zudem die Situation integrationsbereiter Muslime, die sich vom Extremismus der Muslimbruderschaft distanzieren. Im Interesse loyaler Muslime und Deutschlands sollte die Reaktion auf diesen Vorfall die gesellschaftliche Isolation des ZMD sein. Ein erster Schritt wäre, dessen Teilnahme an der “Islamkonferenz” zu beenden.
Hallo,
einerseits stimmt es, dass (das hat auch mit der Wirtschaftskrise zu tun) die innergesellschaftliche Polarisierung zunimmt – dazu gibt es Studien (zB Aus Politik und Zeitgeschichte 2006(40-41)).
Das ist aber kein Vergleich zu der offiziellen Diskriminierung, die Christen und ihre Gemeinschaften in mehrheitlich muslimischen Ländern (selbst in der Türkei) erleiden.
Die Trennung von Staat und Religion geht mit Toleranz einher, die religiös geprägte Staatssysteme nicht bieten – es bleibt eine Krux, die in der Außenpolitik viel zu wenig berücksichtigt wird.
Nur zum Abrunden der Aussagen von Ayyub Ayyub Köhler sei es mal ausdrücklich erwähnt.
Es gibt weltweit keine Religionsgemeinschaft die stärker verfolgt werden als die Christen. Im Iran, Saudi-Arabien und im Sudan werden Konvertiten, also Musime die zum Christentum überwechseln mit der Todesstrafe in Form von Fallbeil oder Steinigung bestraft. Ein Todesurteil gegen einen Konvertiten in AFG ist auf immensen westlichen Druck aufgehoben worden, viele andere sind vollstreckt worden. In Algerien und Ägypten wartet die Psychatrie oder das Gefängnis auf Konvertiten. In Malaysia braucht man für die Abkehr vom Islam eine gerichtliche Genehmigung, die jedoch nicht erteilt wird. In marxistischen Diktaturen wie China, Nord-Korea, Eritrea werden Christen ebenfalls aktiv verfolgt und getötet.
Aber nicht nur der Islam auch der Hinduismus und der Buddismus verfolgt Christen. In mehreren indischen Bundesländern wartet das Gefängnis auf ehemalige Hindus, die zum Christentum wechseln und im buddistischen Myanmar werden christliche Kinder zum Buddismus zwangsmissioniert.
Weltweit sind etwa 75 % der aus religiösen Gründen Verfolgten und 80 % der aus religiösen Gründen Geöteten, Christen. Dies sind meherere Hunderttausend Christen pro Jahr.
Nur in Deutschland kann der islamische Konvertit Ayyub Ayyub Köhler behaupten, dass dieser bedauerliche und abscheuliche Einzelfall eines russischstämmigen Rassisten, eine allgemeine, gesellschaftliche Islamfeindlichkeit darstellt.
Dafür sitzt er dann mit der Bundeskanzlerin an einem Tisch und redet über die Integration der islamischen Bevölkerung in Deutschland. Irgendwie sind hier die Perspektiven verschoben, oder ?