Bundeswehr bestätigt: Bedrohungslage im Raum Kunduz nach Luftangriffen “erheblich verbessert”

Rund zwei Monate nach den Luftangriffen vom 4. September bestätigt die Bundeswehr endlich öffentlich deren positive militärische Wirkung. General Dora äußerte auf einer Pressekonferenz:

Wir können feststellen, dass seit dem 4. September sich die Sicherheitslage in Bezug auf die sicherheitsrelevanten Zwischenfälle erheblich verbessert hat. Ich will aber nicht von einer Nachhaltigkeit sprechen, aber Auswirkungen sind durchaus spürbar im positiven Sinne.

Kein Verständnis haben wir vor diesem Hintergrund für den Sozialdemokraten Rainer Arnold, der kürzlich behauptet hatte, bei den Luftangriffen seien “große Menschenmassen” bekämpft worden. Er hatte damit den Eindruck erweckt, als sei hier kein militärisches Ziel bekämpft worden. Gerade von Rainer Arnold, der sich in der Vergangenheit konstruktiv z.B. über die Verlegung von Kampfhubschraubern nach Afghanistan geäußert hatte, erwarten wir bessere Beiträge. Katastrophalen Umfragewerten der eigenen Partei sollte man auf eine Art und Weise begegnen, die nicht den Ruf und das Ansehen deutscher Soldaten schädigt.

8 Kommentare zu “Bundeswehr bestätigt: Bedrohungslage im Raum Kunduz nach Luftangriffen “erheblich verbessert””

  1. califax sagt:

    Was genau machen die Leute im PRT eigentlich?
    Es wird immer gesagt, 90% der Truppe würden nie das Lager verlassen.
    Was tun die dann alle da?
    Die können doch unmöglich alle bei der Wartung oder im Nachschub arbeiten.
    Vielleicht könnte man ja den Wasserkopf reduzieren und so Kontingentsplatz für kämpfende Truppe gewinnen.

    Russische Hubschrauber könnte man sicher mieten, haben ja auch nicht nur die Russen. Aber das Gerät muß man auch fliegen, aufmunitionieren und richtig einsetzen können.
    Der Mi2x ist hoffnungslos veraltet, weil für die modernen Versionen nie Geld da war. In Afghanistan kann er trotzdem einiges ausrichten, wenn es erstens keine Stinger gibt und zweitens die Benutzer das Einsatzkonzept eines Sturmhubschraubers für Mot-Schützen und Fallschirmjäger kapieren.

  2. hallo123 sagt:

    Ich frage mich warum unsere Kräfte nicht auch gegen diese Taliban vorgegangen sind. Schließlich fanden die Kämpfe nur ein paar Kilometer vom PRT Kunduz satt. Sind wir nicht in der Lage direkt vor unserer Haustür für klare Verhältnisse zu sorgen?
    Aber es wird wohl so sein dass unsere Kräfte gerne wurden, aber nicht dürfen. Traurig.

  3. Weblog Sicherheitpolitik sagt:

    @hallo123:
    Zum Glück komme ich in der nächsten Zeit nicht zum Schreiben, sonst würde ich mich noch unangemessen aufregen.

  4. hallo123 sagt:

    Jetzt kommt ein Bericht im Spiegel über die Offensive im Raum Kunduz. Eine Unterstützung durch Kräfte des PRT fand wohl nicht statt. Hört sich nicht gut an.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,660064,00.html

  5. Nick sagt:

    Ich möcht mal wissen, wann hat Herr Arnold sich positiv über die Kampfhubschrauber geäußert???

    Das ist immer noch ein Desaster. Der TIGER hat immer noch die Ausrüstung für den Kalten Krieg in der Lüneburger Heide. Herr Arnold erzählt was von axialen Gunpods für das 12,7mm MG und will keine 30mm Maschinenkanone für den Tiger. Herr Arnold weiß gar nichts!

  6. politisch inkorrekt sagt:

    ist hält wieder ein billiger versuch bei nicht wirklich dauerhaft interessierten wählern das image der friedenspartei zu bemühen. Er weiß es besser-das ist reiner populismus. Wäre es nicht auf den rücken der soldaten- würde ich es der opposition durchgehen lassen. Sind ja auch nur politiker.

  7. Brutus sagt:

    Könnte uns denn nicht Rußland leihweise Fluggerät überlassen?

  8. Stefan S. sagt:

    Die verbesserte Sicherheitslage ist natürlich begrüßenswert und erfreulich. Dennoch muss kurz darauf hingewiesen werden, dass im zu erwartenden Verfahren gegen Oberst Klein das keine Rolle spielt. Denn die Frage der militärischen Angemessenheit muss zum Zeitpunkt der bombardierung beantwortet werden, ein Rückblick zählt da nicht.

    Da wird es dann auch schwierig, ob man sagen kann, man hätte das alles so wiederholt. Zum Zeitpunkt der Orderung des Luftangriffs, konnte sich Klein ja anscheinend nicht so ganz sicher sein, ob da nur Taliban vor Ort waren. Bin gespannt, ob das vielleicht doch etwas genauer im Bericht steht…

    Gut ist übrigens der Verweis auf die Kampfhubschrauber!

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