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Bekämpfung feindlicher Netzwerke: Wie können staatliche Lösungen aussehen?

Der Großteil der militärischen Fähigkeiten westlicher Staaten richtet sich weiterhin an konventionellen Gegnern aus, während andere behördliche Fähigkeiten häufig nicht für Einsätze außerhalb der Landesgrenzen vorgesehen sind oder keine kinetischen Optionen einschließen. Zunehmend bestehen Bedrohungen jedoch aus Netzwerken, die in den Lücken des Völkerrechts operieren und deren Fähigkeiten sehr eng an Einzelpersonen gebunden sind.

Wie staatliche Lösung zur Bekämpfung solcher Netzwerke aussehen könnten, beschreibt George A. Crawford in der Studie “Manhunting: Counter-Network Organization for Irregular Warfare” der amerikanischen Joint Special Operations University. Crawford entwickelt hier über die engen Grenzen konventionellen militärischen und völkerrechtlichen Denkens hinausgehend Lösungsansätze.

Wie relevant das Thema ist, zeigt u.a. der aktuelle Afghanistaneinsatz, der vermeidbar gewesen wäre, wenn vor 2001 seitens der USA und ihrer Verbündeten die Fähigkeiten und der Wille zur Zerschlagung feindlicher Netzwerke vorhanden gewesen wären.

Auch aus deutscher Perspektive sind diese Ansätze relevant. Die Bedrohung durch irreguläre Netzwerke ist auch für Deutschland präsent, ob in Form von Piraten vor der somalischen Küste, Entführern z.B. im Jemen oder im Sahel oder Terroristen im Nordwesten Pakistans sowie Aufständischen in Pakistan. Wie gescheiterte Versuche zur Befreiung deutscher Geiseln in Somalia gezeigt haben, sind die Fähigkeiten Deutschlands zur Lösung solcher Herausforderungen noch unterentwickelt.

Ein Kommentar zu “Bekämpfung feindlicher Netzwerke: Wie können staatliche Lösungen aussehen?”

  1. Brutus sagt:

    Manhunting – sieht ja auch die neue HdV 100/200 vor.

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