Sayyid Rahman, einer der Anti-TB Kommandeure in Khan Abad, ist durch ein Roadside-IED getötet und ein anderer (Qazi Shamsuddin) und dessen Bruder Berichten zufolge verwundet worden.
Ich bin (wie auch beim targetting von INS) geneigt, dem Tod von Einzelpersonen zunächst keine allzugroße Bedeutung beizumessen, solange die dahinterstehende Dynamik weiterbesteht. Extrem problematisch ist trotzdem, dass die Bundeswehr trotz ihrer (aus afghanischer Sicht noch viel gewaltigeren) Kampfkraft nicht in der Lage / nicht willens ist, ihre Präsenz in ein Mehr an Sicherheit sogar für ihre Verbündeten und Mitstreiter umzusetzen. Sie hätte die Anschläge nicht verhindern können, wenn sie sich aber noch nicht einmal bemüht (weitere Anschläge und Re-Infilitration von TB werden folgen) sondern unter “Sicherheit” weiterhin die eigene Sicherheit versteht ist sie bestenfalls ein Störfaktor, der durch die für Afghanen dann unerklärliche Präsenz die Mobilisierungsrhetorik der Aufständischen (”AFG ist von bewaffneten Ungläubigen mit finsteren Absichten besetzt, aber wir können sie schlagen, weil sie feige sind”) unterstreicht.
Bürokratien reagieren langsam und gehorchen ihren eigenen Gesetzen, aber wir riskieren, dass wir die Lage in naher Zukunft gar nicht mehr beeinflussen können. Bei allem Verständnis für kurzfristige innenpolitische Sachzwänge; wir marschieren sehenden Auges in den Abgrund. die Politik dürfte sich auch aus Eigeninteresse nicht nur an deutschen Wahlterminen sondern müsste sich zumindest ein bisschen an der Lage vor Ort orientieren. Denn das große Scheitern in Afghanistan kann durchaus noch vor dem Ende der Legislaturperiode unübersehbar werden, insofern wird das Problem nur aufgeschoben.
(Beitrag von “turan saheb”)



@turan saheb,
das sehen sie richtig.
Zitat:
Bei allem Verständnis für kurzfristige innenpolitische Sachzwänge; wir marschieren sehenden Auges in den Abgrund. die Politik dürfte sich auch aus Eigeninteresse nicht nur an deutschen Wahlterminen sondern müsste sich zumindest ein bisschen an der Lage vor Ort orientieren. Denn das große Scheitern in Afghanistan kann durchaus noch vor dem Ende der Legislaturperiode unübersehbar werden, insofern wird das Problem nur aufgeschoben-
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Das große Scheitern wird kommen- mit sicherheit vor Ablauf der Legislaturperiode. Sie marschieren sehenden Auges in den Abgrund.
Auf der einen Seite ziehen sie großspurig in den Krieg, auf der anderen Seite vermeiden sie Kämpfe, halten sich raus- oder zurück- wie immer man das nennen will- gleichzeitig wollen sie den Krieg gewinnen. Das versteht selbst ein Laie, so geht das ganze daneben.
Es gibt keineen halben krieg- ein bisschen Krieg -ein bisschen Frieden- ein bisschen mitmischen- alles ein wenig- aber überall wegducken, das funktioniert nicht. Hier gibt es nur ein -”entweder oder”-ganz oder gar nicht. In Afghanistan ist Krieg, wer dort reingeht, der ist beteiligt, ansonsten muß er draussen bleiben.
Diese westliche Allianz hat schon verloren, sie haben es nur noch nicht begriffen. Jeder weitere Soldat stirbt umsonst- für nichts und wieder nichts.
Man wollte Weltmacht demonstrieren, traten als Tiger -als Oberschiedsrichter – auf und werden als Mäuschen davongejagt werden.
Alles nur noch eine Frage der Zeit. Merkel wollte diesen Einsatz, sie wird als Verlierer vor das Volk treten müssen.
Auf diese Worte- diese Begründung -bin ich gespannt.
Weitere 4 Jahre halten sie nicht mehr durch.