Erich Wiedemann war als Journalist des “Spiegel” langjährig in Staaten Subsahara-Afrikas tätig. Bei der “Achse des Guten” beschreibt er, wie der Rassismus der in Deutschland verbreitet als “Befreiungsbewegungen” betrachteten ehemaligen Aufstandsbewegungen SWAPO, ANC, ZANU-PF zum Niedergang des Südens des Kontinents beiträgt.
Die von Robert Mugabe betriebene Politik ist in Staaten wie Südafrika oder Namibia unter den Bantu-Bevölkerungen der Region populär. Seine Mischung aus antieuropäischem Rassismus und wirtschaftlichem Populismus gewinnt z.B. auch im südafrikanischen ANC an Unterstützung. Da die Regierungen von Südafrika und Namibia die wirtschaftlichen und sozialen Probleme ihrer Staaten bislang nur sehr eingeschränkt bewältigen konnten, wächst die Versuchung, Probleme kurzfristig auf Kosten der europäischstämmigen Minderheiten zu lösen, z.B. durch Enteignungen oder ethnische Quoten in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst. Mittel- bis langfristig drängt dies jedoch die wirtschaftlich leistungsfähigste Bevölkerungsgruppe aus diesen Staaten heraus und gefährdet deren wirtschaftliche Stabilität. Insbesondere Südafrika und Simbabwe leiden bereits massiv an der Auswanderung bzw. Vertreibung der europäischstämmigen Minderheiten.
Auch andere Faktoren tragen dazu bei, dass die mittell- bis langfristige Prognose für diese Staaten zunehmend ungünstig ausfällt. Zu den von manchen westlichen Idealisten erwarteten multikulturellen Paradisen werden sie sich mit Sicherheit nicht entwickeln.
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