Der Versuch des Neustarts des Weblog Sicherheitspolitik war zu ambitioniert. Es fehlten zuletzt nicht nur Autoren mit unmittelbarem Kontakt zur Lage in Afghanistan (was zu inhaltlichen Schwächen führte), sondern auch die Motivation zum Schreiben. Neben den für uns sehr unbefriedigenden inhaltlichen Schwächen ist eine Ursache dafür, dass das deutsche Engagement in Afghanistan aus unserer Sicht endgültig zur Farce geworden ist und von Anfang an seitens der politischen Führung nicht ernst gemeint war. Es gibt zu diesem Thema aus unserer Sicht nichts mehr zu sagen, zumindest nichts sachliches.
Das sicherheitspolitische Diskussionsklima in Deutschland hat sich zudem soweit verschlechtert, dass eine den Namen verdienende Diskussion nicht mehr möglich zu sein scheint. Dies zeigen auch die aktuellen Fälle des Umgangs mit Themen wie “gezielter Tötung” oder die Behandlung des Dissidenten Thilo Sarrazin.
Sicherheitspolitische Themen dienen in Deutschland vorwiegend als Projektionsfläche für eine weltfremde und verlogene Moral und werden ansonsten auch dann nicht angemessen ernst genommen, wenn sie von existenzieller Bedeutung für die Zukunft Deutschlands sind. Auch hier fällt es uns angesichts der im Wesentlichen aus moralischen Vorhaltungen gegen kritische Stimmen bestehenden “Diskussion” zunehmend schwer, sachlich zu bleiben.
Eine Fortsetzung des Weblogs macht unter diesen Bedingungen keinen Sinn mehr und wäre reine Selbstbeschäftigung. Der Weblog wird deshalb wieder einmal eingestellt, bis andere ihn vielleicht eines Tages erneut zum Leben erwecken. Wir danken allen Lesern für das Interesse.
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